Vitamin D
Mangel eines Gens, das Vitamin D reguliert, kann Krankheit auslösen
Denver (pte003/24.10.2014/06:10) - Vitamin D könnte eine Waffe gegen Prostatakrebs sein.
Forscher der University of Colorado Denver http://ucdenver.edu haben herausgefunden, dass die Menge des Gens GDF-15 bei Prostataentzündungen in durchgehend niedriger Konzentration vorhanden ist.
Entzündungen sind eine häufige Ursache für Krebsarten. Vitamin D ist bekannt dafür, die GDF-15-Konzentration hochzuregulieren.
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18.10.2013 Vitamin D3-Spiegel > 100 ng/dl weist erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern auf
2011 veröffentliche eine Forschungsgruppe um Megan B Smith eine Studie über die Auswirkungen hoher 25(OH)-Vitamin D3-Spiegel auf die Herztätigkeit.
Ergebnis: Hohe 25(OH)-Vitamin D3-Spiegel (> 100ng/dL) sind mit einem signifikant erhöhtem Risiko für Vorhofflimmern assoziiert.
Hintergrund:
Die Toxizität von 25(OH)-Vitamin D3 ist durchaus ein ernstzunehmendes Thema in Zeiten weit verbreiteter und exzessiver Vitamin D3 Supplementierung.
Überhöhte 25(OH)-Vitamin D3-Blutspiegel führen zu intrazellulärem Calcium-Anstieg. Diese intracelluläre Hyperkalzämie kann Übelkeit, Gewichtsabnahme, Obstipation, Verwirrtheitszustände und Nierensteine zur Folge haben. Eine weitere mögliche Auswirkung ist Vorhofflimmern.
Das Ausmaß des Einflusses von 25(OH)-Vitamin D3 auf diese Nebenwirkung ist unbekannt.
Methode:
Es wurde eine prospektive Kohortenstudie mit Patienten einer Gesundheitsorganisation ohne Vorhofflimmern in der Anamnese durchgeführt. Diese Patienten erhielten als Teil ihrer Therapie 25(OH)-Vitamin D3.
Die 25(OH)-Vitamin D3-Level wurden im Krankenhauslabor ermittelt und in folgende Gruppen eingeteilt: (ng/dL):100:n=291 (0,2%)
Um die Inzidenzen für Vorhofflimmern bei verschiedenen 25(OH)-Vitamin D3-Spiegeln zu ermitteln, wurde die multivariable Cox-Regressionsanalyse angewandt (durchschnittlicher follow-up: 584,4± 494,7 Tage)
Ergebnisse:
Alle 132.000 Patienten wurden in die Analyse eingeschlossen; das Durchschnittsalter betrug 52,0±19,4 Jahre, 28,7% der Patienten waren männlich.
Vorhofflimmern trat bei 1,7%, 1,4%, 1,4%, 0,8% und 3,8% der Patienten in den jeweiligen Gruppen auf. Die Gruppe mit 25(OH)-Vitamin D3-Spiegeln über 100ng/dL zeigte mit 3,8% ein signifikant erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern (angepasste HR (hazard ratio) =2,51, p=0,003).
Für niedrige Spiegel hingegen (< 20ng/dL) wurde kein erhöhtes Risiko nachgewiesen (angepasste HR=1,14, p=0,08). Allerdings waren diese niedrigen 25(OH)-Vitamin D3 Spiegel mit erhöhter Prävalenz von Komorbiditäten assoziiert (z. B. Hypertonie, Herzinsuffizienz, Diabetes und Niereninsuffizienz).
Diskussion:
In dieser großen Patientengruppe konnte nachgewiesen werden, dass hohe 25(OH)-Vitamin D3 Spiegel (> 100 ng/dL) mit einem erhöhten Risiko für Vorhofflimmern assoziiert sind. Weitere Studien müssen diese Beobachtung validieren, den Mechanismus des erhöhten Risikos für Vorhofflimmern aufklären und sichere Obergrenzen für 25(OH) Vitamin D3-Ergänzung ermitteln.
Quelle: Smith et al., Circulation. 2011; 124: A14699
Ergebnis: Hohe 25(OH)-Vitamin D3-Spiegel (> 100ng/dL) sind mit einem signifikant erhöhtem Risiko für Vorhofflimmern assoziiert.
Hintergrund:
Die Toxizität von 25(OH)-Vitamin D3 ist durchaus ein ernstzunehmendes Thema in Zeiten weit verbreiteter und exzessiver Vitamin D3 Supplementierung.
Überhöhte 25(OH)-Vitamin D3-Blutspiegel führen zu intrazellulärem Calcium-Anstieg. Diese intracelluläre Hyperkalzämie kann Übelkeit, Gewichtsabnahme, Obstipation, Verwirrtheitszustände und Nierensteine zur Folge haben. Eine weitere mögliche Auswirkung ist Vorhofflimmern.
Das Ausmaß des Einflusses von 25(OH)-Vitamin D3 auf diese Nebenwirkung ist unbekannt.
Methode:
Es wurde eine prospektive Kohortenstudie mit Patienten einer Gesundheitsorganisation ohne Vorhofflimmern in der Anamnese durchgeführt. Diese Patienten erhielten als Teil ihrer Therapie 25(OH)-Vitamin D3.
Die 25(OH)-Vitamin D3-Level wurden im Krankenhauslabor ermittelt und in folgende Gruppen eingeteilt: (ng/dL):100:n=291 (0,2%)
Um die Inzidenzen für Vorhofflimmern bei verschiedenen 25(OH)-Vitamin D3-Spiegeln zu ermitteln, wurde die multivariable Cox-Regressionsanalyse angewandt (durchschnittlicher follow-up: 584,4± 494,7 Tage)
Ergebnisse:
Alle 132.000 Patienten wurden in die Analyse eingeschlossen; das Durchschnittsalter betrug 52,0±19,4 Jahre, 28,7% der Patienten waren männlich.
Vorhofflimmern trat bei 1,7%, 1,4%, 1,4%, 0,8% und 3,8% der Patienten in den jeweiligen Gruppen auf. Die Gruppe mit 25(OH)-Vitamin D3-Spiegeln über 100ng/dL zeigte mit 3,8% ein signifikant erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern (angepasste HR (hazard ratio) =2,51, p=0,003).
Für niedrige Spiegel hingegen (< 20ng/dL) wurde kein erhöhtes Risiko nachgewiesen (angepasste HR=1,14, p=0,08). Allerdings waren diese niedrigen 25(OH)-Vitamin D3 Spiegel mit erhöhter Prävalenz von Komorbiditäten assoziiert (z. B. Hypertonie, Herzinsuffizienz, Diabetes und Niereninsuffizienz).
Diskussion:
In dieser großen Patientengruppe konnte nachgewiesen werden, dass hohe 25(OH)-Vitamin D3 Spiegel (> 100 ng/dL) mit einem erhöhten Risiko für Vorhofflimmern assoziiert sind. Weitere Studien müssen diese Beobachtung validieren, den Mechanismus des erhöhten Risikos für Vorhofflimmern aufklären und sichere Obergrenzen für 25(OH) Vitamin D3-Ergänzung ermitteln.
Quelle: Smith et al., Circulation. 2011; 124: A14699
„Menschen mit bleichem Gesicht haben sehr wahrscheinlich zu wenig Vitamin D. Das berichten britische Forscher in der Zeitschrift „Cancer Causes and Control“. Bei extremer Blässe sind Menschen gar nicht fähig, lange genug Vitamin D in der Sonne zu tanken, ohne sich dabei einen Sonnenbrand einzuhandeln, argumentieren die Wissenschaftler. Auch Krebspatienten haben in der Regel zu wenig von dem „Sonnenhormon“, das erheblich zur Gesundheit beiträgt.“
„Die Forscher um Julia Newton-Bishop von der Universität Leeds untersuchten 1.200 Briten auf ihre Vitamin D-Konzentration im Blut. Bei 730 von ihnen lag der Spiegel unter dem Referenzwert von 60 nmol/l, ab dem Vitamin D erst einen Schutzeffekt für Herzerkrankungen oder für das Überleben bei Brustkrebs zeigt. Deutlich niedriger war der vorgefundene Wert im Schnitt bei jenen Untersuchten, die eine blasse Hautfarbe besitzen.“
„Blasse Menschen entwickeln bei Sonnenstrahlung rasch einen Sonnenbrand und schaffen es auf diesem Weg gar nicht, genug Vitamin D aufzunehmen. Viel deutet darauf, dass sie auf zusätzliche Vitamin D-Gaben angewiesen sind, so die Studienleiterin.“
„Dass Krebs und Vitamin D-Mangel in enger Verbindung stehen, verdeutlicht eine weitere Studie. Drei von vier Krebspatienten haben zu wenig Vitamin D, wobei der Mangel umso deutlicher ausfällt, je fortgeschrittener der Tumor ist, berichtet Thomas Churilla vom Commonwealth Medical College. Von den 160 untersuchten Patienten mit Brust-, Prostata-, Lungen-, Schilddrüsen- und Darmkrebs zeigten 77 Prozent Vitamin-D-Defizite von weniger als 20 nmol/l oder schlechte Werte von 20 bis 30 nmol/l.“
(pte)
Quelle:
Newton-Bishop J et al, The determinants of serum vitamin D levels in participants in a melanoma case-control study living in a temperate climate, is published in Cancer Causes & Control (2011) [doi 10.1007/s10552-011-9827-3].
Zum Artikel der Universität Leeds (auf Englisch) weiter
„Die Forscher um Julia Newton-Bishop von der Universität Leeds untersuchten 1.200 Briten auf ihre Vitamin D-Konzentration im Blut. Bei 730 von ihnen lag der Spiegel unter dem Referenzwert von 60 nmol/l, ab dem Vitamin D erst einen Schutzeffekt für Herzerkrankungen oder für das Überleben bei Brustkrebs zeigt. Deutlich niedriger war der vorgefundene Wert im Schnitt bei jenen Untersuchten, die eine blasse Hautfarbe besitzen.“
„Blasse Menschen entwickeln bei Sonnenstrahlung rasch einen Sonnenbrand und schaffen es auf diesem Weg gar nicht, genug Vitamin D aufzunehmen. Viel deutet darauf, dass sie auf zusätzliche Vitamin D-Gaben angewiesen sind, so die Studienleiterin.“
„Dass Krebs und Vitamin D-Mangel in enger Verbindung stehen, verdeutlicht eine weitere Studie. Drei von vier Krebspatienten haben zu wenig Vitamin D, wobei der Mangel umso deutlicher ausfällt, je fortgeschrittener der Tumor ist, berichtet Thomas Churilla vom Commonwealth Medical College. Von den 160 untersuchten Patienten mit Brust-, Prostata-, Lungen-, Schilddrüsen- und Darmkrebs zeigten 77 Prozent Vitamin-D-Defizite von weniger als 20 nmol/l oder schlechte Werte von 20 bis 30 nmol/l.“
(pte)
Quelle:
Newton-Bishop J et al, The determinants of serum vitamin D levels in participants in a melanoma case-control study living in a temperate climate, is published in Cancer Causes & Control (2011) [doi 10.1007/s10552-011-9827-3].
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18.11.2012 Kinder und Vitamin-D-Mangel
Die Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, DGKJ, weitete ihre bisherigen Empfehlungen zur Vitamin D-Versorgung aus: Zukünftig sollten nicht nur Babys, sondern alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland zusätzliches Vitamin D3 erhalten.
„In Deutschland liegt die tägliche Zufuhr an Vitamin D mit der Nahrung zum Teil erheblich unter den empfohlenen Werten“, sagt Professor Dr. Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit. Er berichtet: „Die von internationalen Fachgremien befürworteten Werte für die Nährstoffzufuhr für Vitamin D werden von den meisten Kindern und Jugendlichen jenseits des Säuglingsalters deutlich unterschritten. Besonders niedrige Vitamin-D-Spiegel werden bei 11- bis 13-jährigen Mädchen und bei 14- bis 17-jährigen Jungen gemessen, also ausgerechnet in einer für das Wachstum und den Aufbau der Knochen besonders wichtigen Entwicklungsphase.“
Ein Mangel an Vitamin D3 erhöht das Risiko, an Rachitis, Osteoporose, Diabetes, Multiple Sklerose, Bluthochdruck, Muskelschwäche und sogar an diversen Krebsformen zu erkranken.
„Das beste Rezept gegen Vitamin-D-Mangel wäre ein tägliches Sonnenbad. Doch in unseren Breiten ist in den Wintermonaten November bis Februar die UV-B-Strahlung in Nord- und Mitteleuropa im Allgemeinen zu schwach, um eine ausreichende Produktion von Vitamin D im Körper anzustoßen.“
Deshalb setzt sich die 1998 gegründete Stiftung Kindergesundheit für eine verbesserte Gesundheitsvorbeugung ein, fördert die hierzu notwendige Forschung und die Verbreitung wissenschaftlich gesicherter Informationen für Ärzte und Familien mit Kindern. Unser Engagement gilt nicht nur Kindern mit besonderen gesundheitlichen Problemen. Die gewonnenen Erkenntnisse kommen allen Kindern und ihren Familien zugute.
Quelle: Stiftung Kindergesundheit
„In Deutschland liegt die tägliche Zufuhr an Vitamin D mit der Nahrung zum Teil erheblich unter den empfohlenen Werten“, sagt Professor Dr. Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit. Er berichtet: „Die von internationalen Fachgremien befürworteten Werte für die Nährstoffzufuhr für Vitamin D werden von den meisten Kindern und Jugendlichen jenseits des Säuglingsalters deutlich unterschritten. Besonders niedrige Vitamin-D-Spiegel werden bei 11- bis 13-jährigen Mädchen und bei 14- bis 17-jährigen Jungen gemessen, also ausgerechnet in einer für das Wachstum und den Aufbau der Knochen besonders wichtigen Entwicklungsphase.“
Ein Mangel an Vitamin D3 erhöht das Risiko, an Rachitis, Osteoporose, Diabetes, Multiple Sklerose, Bluthochdruck, Muskelschwäche und sogar an diversen Krebsformen zu erkranken.
„Das beste Rezept gegen Vitamin-D-Mangel wäre ein tägliches Sonnenbad. Doch in unseren Breiten ist in den Wintermonaten November bis Februar die UV-B-Strahlung in Nord- und Mitteleuropa im Allgemeinen zu schwach, um eine ausreichende Produktion von Vitamin D im Körper anzustoßen.“
Deshalb setzt sich die 1998 gegründete Stiftung Kindergesundheit für eine verbesserte Gesundheitsvorbeugung ein, fördert die hierzu notwendige Forschung und die Verbreitung wissenschaftlich gesicherter Informationen für Ärzte und Familien mit Kindern. Unser Engagement gilt nicht nur Kindern mit besonderen gesundheitlichen Problemen. Die gewonnenen Erkenntnisse kommen allen Kindern und ihren Familien zugute.
Quelle: Stiftung Kindergesundheit
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Weil die Knochen mit zunehmendem Alter schwächer und zerbrechlicher werden, steigt das Hüftbruchrisiko ab 65 Jahren kontinuierlich. Eine Studie kommt nun zu dem Schluss, dass Vitamin D Hüftbrüche nur bei hoher Dosierung (800 Einheiten oder mehr pro Tag) verhindern hilft.
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