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Vitamine

16.02.2012 ITN und Labor Ettlingen

Stellungnahme Vitamin D Messungen
Anfrage eines Kollegen zum Thema Vitamin D3

Hallo Herr Meyer,
durch einen Kontakt mit dem CCSVI-Center Frankfurt wurde ich mit für mich wirdersprüchlichen Vitamin D-befunden bei MS Patienten konfrontiert,die nach Klärung durch die Profis der CST rufen. Das Zentrum kontrolliert routinemäßig die 25-OH und 1.25-OH -werte,wobei erwartungsgemäß die 25-OH-werte im Keller waren. Auffällig dazu waren aber parallel hochnormale bis erhöhte 1.25-OH-werte,die alle überraschten und die sich eigentlich keiner erklären kann (Nierenfuktionstörungen, Hyperlipoproteinämien und natürlich Gravidität sind ausgeschlossen). Diskutiert werden Blockierungen der Vitamin D-Rezeptoren, die im Sinne eines negativen Feedbacks die 25-OH werte erklären und eine Substitution, die ohne Kenntnis des 1.25-OH-wertes gelaufen wäre, verbieten würden.
Ist Ihnen oder dem "Chef" dazu etwas bekannt?

ANTWORT RALF MEYER

Hallo Herr M.,
ich leite Ihre anfrage direkt an Herrn Gebhardt weiter. Meine eigene Datenlage bestätigt bei über 92 Prozent der Messungen einen Mangel an 25-oh-Vitamin D (bei zu erreichenden Zielwerten größer 40 yg./l. über 1000 Messungen).
Ich setze Vitamin D demnach streng laborkontrolliert ein und rate dies auch generell zu tun.
Vorsicht ist geboten bei Vitamin d 3-präparaten mit Calciumüberschuss, da letzteres das Atheroskleroserisiko erhöhen kann.
Es geht nichts über kontrollierbare und reproduzierbare individuelle Patienten Messungen. Herr Gebhardt wird hier sicherlich eine fundierte zusätzliche Stellungnahme schreiben können
Seien sie herzlich gegrüßt
Ihr R. Meyer
Gründer ITN und Akademie für Cellsymbiosistherapie

ANTWORT W.GEBHARDT

Lieber Herr Meyer,
die beschriebene Irritation bei den Vitamin-D-Werten (hohe 1.25-DiOH-Vitamin D-Spiegel bei zu geringen
Konzentrationen der Pro- bzw. Vorratsform 25-OH-Vitamin D, idR nur einfach Vitamin D genannt) ist m.E.
die Folge der verbreiteten Gewohnheit, bei Konzentrationsangaben lediglich die reinen Zahlenwerte
zu berücksichtigen, nicht jedoch auch die Dimensionen, in denen die betreffenden Parameter angegeben
werden. Das ist selbst bei vielen Arztbriefen aus Kliniken leider so.

Betrachtet man aber im Falle der Vitamine D auch die Dimensionen, so sieht man sofort, daß die Pro-/Vorrats-form, das 25-OH-Vitamin D , in µg/l gemessen wird, mit einem Referenzbereich von >30-100 µg/l, während die Hauptwirkform für den Calcium-Stoffwechsel, das 1.25-Di-Hydroxi-Vitamin D in ng/l gemessen wird, mit einem Referenzbereich 20-63 ng/l bei unserer Methode.
Der Vorratsform, dem 25-OH-Vitamin D, sind vor allem die Vitamin-D-Wirkungen außerhalb der Regulierung der Calciumresorption zuzuschreiben.
Man sieht damit, daß das Dihydroxi-Vitamin D nur etwa 1 Tausendstel seiner Vorratsform ausmacht, so daß immer nur ein sehr kleiner Anteil der Vorratsform durch die 1-alpha-Hydroxylase in das Di-OH-Vitamin D umgewandelt wird und dafür reichen auch verminderte Spiegel des 25-OH-Vitamins D aus.

Man geht nun davon aus, daß bei ausreichender Aktivität dieser 1-a-Hydroxylase, die eigentlich nur bei termina- ler Niereninsuffizienz (Dialyspatienten) stark vermindert ist, die Aktivierung der Vorratsform nach aktuellem Bedarf erfolgt und dabei die immer auch bei Vitamin-D-Mangel deutlich im Überschuß vorhandene Menge an 25-OH-Vitamin D ausreicht, um in die jeweils erforderliche Menge 1.25-Di-OH-Vitamin D umgewandelt zu werden.
Wegen der vielfältigen direkten Wirkungen des 25-OH-Vitamins D sollte auch dieses möglichst im Referenzbereich liegen.

Mit freundlichen Grüßen

W. Gebhardt
MVZ Laborzentrum Ettlingen
Neuer Ansatz zur Behandlung von Nebenwirkungen
Hintergrund und Fragestellung: Zytostatika sind in erster Linie hämatotoxisch, aber auch Nebenwirkungen auf Haut, Schleimhäute und das Geschmacksempfinden können die Patienten erheblich belasten. Docetaxel ist ein bekannter Auslöser kutaner Nebenwirkungen [1], und eine Geschmacksstörung (Dysgeusie) wird in den Fachinformationen von Docetaxel und Oxaliplatin als „sehr häufig“ eingestuft (> 10 % der Patienten). Eine befriedigende Behandlung dieser Nebenwirkungen existiert nicht [4, 6], und in ausgeprägten Fällen kann eine Unterbrechung der Chemotherapie erforderlich sein.

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"Sonnenlicht hat Testosteron- und Vitamin-D3 stimulierende Wirkung bei Männern. Ein Bad im Sonnenlicht hat für Männer deutlich erregende Wirkung: Die UV-Strahlung bringt Vitamin D – und kurbelt darüber die Produktion von Testosteron an!"

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Die Ernährungskommission der Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin hat ihre bisherigen Empfehlungen zur Vitamin D-Versorgung ausgeweitet:

Zukünftig sollten nicht nur Babys, sondern alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland zusätzliches Vitamin D3 erhalten.

„In Deutschland liegt die tägliche Zufuhr an Vitamin D mit der Nahrung zum Teil erheblich unter den empfohlenen Werten“, sagt Professor Dr. Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit. Der Münchner Kinder- und Jugendarzt war an der Entstehung der neuen Empfehlungen maßgeblich beteiligt. Er berichtet: „Die von internationalen Fachgremien befürworteten Werte für die Nährstoffzufuhr für Vitamin D werden von den meisten Kindern und Jugendlichen jenseits des Säuglingsalters deutlich unterschritten. Besonders niedrige Vitamin-D-Spiegel werden bei 11- bis 13-jährigen Mädchen und bei 14- bis 17-jährigen Jungen gemessen, also ausgerechnet in einer für das Wachstum und den Aufbau der Knochen besonders wichtigen Entwicklungsphase“.

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08.08.2011 Brustkrebs: Schlechte Prognose bei Vitamin-D-Mangel

Frauen mit niedrigem Vitamin-D-Plasma-Spiegel haben bei Brustkrebs ein erhöhtes Risiko für Fernmetastasen
NEU-ISENBURG (ikr). In einer prospektiven Kohortenstudie wurden insgesamt 512 Frauen mit einem Mammakarzinom im Frühstadium untersucht (In/Fo/Onkologie 2009, 12 (8): 18). Aus den Blutproben bei der Erstdiagnose wurden unter anderen die 25-Hydroxyvitamin-D-Spiegel bestimmt. Die Frauen waren im Durchschnitt 50 Jahre alt. 192 Frauen hatten einen Vitamin-D-Mangel (unter 50 nmol/l) und 197 Frauen einen verringerten Vitamin-D-Spiegel (50 bis 72 nmol/l). Einen ausreichenden Vitamin-D-Spiegel (über 72 nmol/l) hatten nur 123 der
Studienteilnehmerinnen. Frauen mit höhergradigen Brusttumoren (G3) hatten signifikant niedrigere Vitamin-D-Spiegel als Frauen mit G1-Tumoren. 116 der 512 Frauen erlebten während der medial 11,6-jährigen Beobachtungszeit eine Fernmetastasierung. 106 Frauen starben in diesem Zeitraum.

Der Vitamin-D-Spiegel war ein signifikanter Prädiktor sowohl für das fernmetastasierungsfreie Überleben als auch für das Gesamtüberleben. Bei Frauen mit einem verminderten Vitamin-D-Spiegel war das Risiko für eine Fernmetastasierung nahezu verdoppelt im Vergleich zu Frauen mit ausreichender Vitamin-D-Versorgung. Und die Sterberate war 1,73-fach erhöht. Die schlechte Prognose bei zu niedrigem Vitamin-D-Spiegel war unabhängig von Faktoren Alter, Body Mass Index (BMI), Tumorstadium. Und bei der Adjustierung auf Lymphknotenstatus und Östrogenrezeptorstatus wurde die Signifikanz nur knapp verfehlt.

Anmerkung Herr Meyer (nicht Teil obiger Publikation):
Im Rahmen des Gesamtdiagnose- und therapiekonzeptes der Cellsymbiosistherapie nach Dr. med. Heinrich Kremer wird generell empfohlen, individuell den Vitamin-D3-Spiegel labordokumentiert zu bestimmen und auszugleichen. Im Falle der CST geschieht dies u.a. durch die ernährungsadjuvante Substitution von Pro Vita D3, 1 bis 3 Kapseln täglich und Pro Q10, 1 bis 3 Kapseln täglich, je nach Laborbefund.“

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