Eiweißmangel
Der Mangel an lebensnotwendigen Eiweißen
Eiweiße sind lebensnotwendig und stellen einen Grundbaustein unseres Körpers dar. Sie werden vermehrt bei körperlicher und mentaler Belastung verbraucht. Der labormedizinisch kontrollierte Ausgleich von Eiweißdefiziten ist Teil der Cellsymbiosistherapie® nach Dr. med. Heinrich Kremer
Krankheitsanzeichen des Eiweißmangels
Der Mangel an lebensnotwendigen Eiweißen durch zu geringen Konsum, vermehrten Verbrauch bei körperlicher oder mentaler Belastung oder gestörte Resorption (Aufnahme) durch geschädigte Darmschleimhäute oder reduzierte Verdauungsleistung kann zu vielfältigen Symptomen oder Krankheitsanzeichen führen.
- Erschöpfungszustände
- Reduzierte mentale und körperliche Leistungsfähigkeit und - bereitschaft
- Regenerationsstörungen
- Zellreperaturstörungen
- Immunsystemstörungen
- Reduzierte Stoffwechselleistungen
- Vorzeitiges Altern u.v.m.
Was sind Aminosäuren?
Aminosäuren sind die grundlegenden Bausteine jeder Körperzelle. Sie
sind die Steine des Hausbaus, ohne die keine Zelle unseres Körpers
repariert oder neu gebildet werden kann. Unser Energiestoffwechsel,
die Bildung von Hormonen, Abwehrzellen, Muskulatur, Bindegewebe,
aller Organe sowie die Aufrechterhaltung des Blutdrucks und das
Transportsystem Blut sind von diesen Aminosäuren abhängig.
Es gibt 10 essentielle und semiessentielle (notwendige, zum Teil
notwendige) Aminosäuren, die Bausteine der Eiweiße, die ein Mensch
nicht selbst bilden kann und die in bestimmten Mengenverhältnissen
gegessen werden müssen, da es sonst zu Regenerationsstörungen und
somit vorzeitigen Alterungsprozessen kommen kann. Allerdings kann
auch ein zu viel an Aminosäuren zu den so genannten Einlagerungs-
oder Ablagerungserkrankungen führen (Übersäuerung).
An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass sie mit Zucker,
Kaffee, Zigaretten und Alkohol meines Wissens nach wesentlich mehr
übersäuern können, als Sie es mit labormedizinisch kontrolliertem
Verzehr mageren Fleisch oder Fisch tun. Entscheidend sind immer die
konsumierten Mengen und der Verbrauch durch körperliche Bewegung
oder geistige Anstrengung. Auch Getreideüberkonsum, vor allem
Weißmehlprodukte führen zur Übersäuerung. Der Eiweißanteil in
unserer Ernährung sollte je nach Stoffwechselgeschwindigkeit und
Energieverbrauch bei 10-25 Prozent der täglichen
Gesamtnahrungsmenge liegen.
In meiner bisherigen Erfahrung als Behandelnder und
Ernährungstherapeut habe ich immer wieder beobachtet, dass viele
kranke Menschen viel zu viele denaturierte und somit zerstörte und
potentiell gesundheitsschädliche Kohlenhydrate (Zucker, weißes
Mehl) und Fette konsumieren und im Gegensatz dazu viel zu wenig
hochwertige Eiweiße vor allem in Form von mageren Fleisch- bzw.
Fischsorten sowie Hülsenfrüchten konsumieren. In den seltensten
Fällen werden Kuhmilchprodukte vertragen.
Die Einzelbausteine (Aminosäuren) der Eiweiße werden in ihrer
Bedeutung maßlos unterschätzt! Den häufig ausgesprochenen
Empfehlungen, auf Fleisch wie Fisch zu verzichten und den eigenen
Eiweißbedarf mit Milchprodukten (Lacto-Vegetarier) und Hühnereiern
(Ovo-Lacto-Vegetarier) zu decken, kann ich absolut nicht zustimmen,
da viele Menschen allergische Reaktionen auf Kuhmilchprodukte und
Hühnereier haben, ohne dies zu wissen!
Eiweiß kann bis zu 40 Prozent der Gesamtkörpermasse ausmachen und
ein Mangel wie ein Überfluss werden sicherlich zu beschleunigten
Alterungsprozessen führen!
Aminosäuren sind nicht nur die Grundelemente und Bausteine aller
Körperzellen, sie können sogar zur Energiebereitstellung
herangezogen werden und bis zu 10 % des Gesamt-Energieumsatzes
ausmachen. So können aus Aminosäuren sogar Blutzucker hergestellt
werden. Bei erhöhtem Verbrauch oder zu geringer Zufuhr kann es zu
massivem körperlichen Abbau kommen, einem wichtigen
Charakteristikum von Überlastungs-Erschöpfungszuständen. Das von
vielen Patienten beschriebene „total fertig und erschöpft sein”
geht meistens mit schweren Aminosäuredefiziten, Wassermangel
und/oder chronischer Übersäuerung einher.
Bevor wir uns nun weiter um diese zentralen Lebensbausteine
kümmern, werde ich Ihnen die 10 lebensnotwendigen Bausteine nennen,
die wir in ausreichender Menge essen müssen, da unser Bedarf
ausschließlich über die Nahrungsaufnahme oder Aminosäurekonzentrate
gedeckt werden kann (Eigenproduktion innerhalb unseres Körpers
nicht möglich!).
Name der Aminosäure, Bedeutung und Aufgaben
Methionin (25-33): Ist ein Rohstoff für die Bildung von Cystein aus dem das
selenabhängige Gluthation (Redox-Katalysator) hergestellt wird,
welches für das Abfangen von freien Radikalen verantwortlich ist.
Ohne Glutathion kann keine Zelle im Feuerwerk der freien Radikale
überleben. Unsere größten Abwehrzellen (Makrophagen) können ohne
Glutathion und Methionin keine eingedrungenen Feinde oder
Krebszellen vernichten.
Bei psychischem und mentalen Stress, sportlicher Höchstleistung und
starker körperlicher Beanspruchung kann der Methion-Cystein- und
Glutathionspiegel absinken, was zu Immundefekten- und Störungen im
Abbau freier Radikale führen kann.
Taurin (54-94): Eine semiessentielle Aminosäure, deren Fehlen bei Katzen zu einer
Herzinsuffiziens führt (Herzerkrankung mit eingeschränkter
Pumpfunktion). Sie ist entscheidend beim Menschen für die Bildung
von Gallensäure (!), die wiederum den ersten Schritt der
Fettverdauung ermöglicht und unsere Darmbewegung anregt (Ein Mangel
davon kann Verstopfung, Störungen der Fettverdauung sein). Zusammen
mit Methionin stabilisiert Taurin die Leberzellwand.
Leucin (111-149), Isoleucin (58-80), Valin (207-277): Die sogenannten verzweigtkettigen Aminosäuren werden für die
Bildung von Neurotransmittern gebraucht und können in der
Muskulatur direkt zur Energie- und Kraftgewinnung verwendet werden.
Sie kommen hochkonzentriert in Nüssen vor (Beachte Pilzgifte in
Nüssen. Daher sollten vorzugsweise frische Nüsse gegessen werden
oder Nüsse am Abend in Wasser mit 1 TL Ascorbinsäure (Vitamin C)
gewaschen und in derselben Flüssigkeit bis zum nächsten Morgen
eingeweicht werden. Das Wasser dann abschütten und nochmals mit
frischem Wasser waschen).
Lysin (139-201): Wird neben Methionin benötigt, um Carnithin herzustellen. Die
Verabreichung von Lysin scheint bei der Bekämpfung von
Virusinfektionen hilfreich, zusammen mit den verzweigtkettigen
Aminosäuren Valin, Isoleucin, Leucin, die wiederum bei
hormonellen Störungen, Stress, Pilleneinnahme und klimakterischen
Beschwerden defizitär sein können.
Phenylalanin (51-61): Entscheidend für unser Nervensystem und die Bildung von Dopamin
(Dopaminmangel findet man bei Parkinson). Es sorgt für die
Entspannung der Muskulatur. Ein Mangel führt zur Daueranspannung
(„Zittern“). Es erhöht die Freisetzung von Endorphinen im Gehirn,
den sogenannten Glückshormonen. Es kann auch die Poduktion des
Schilddrüsenhormones erhöhen.
Histidin (60-114), Threonin (120-188): Die Innenauskleidung unserer Blutgefäße - wir besitzen etwa eine
Strecke von 250.000 km - wird Endothel genannt. Dieses Endothel,
also die Innenwand der Blutgefäße, wurde viele Jahre in seiner
Bedeutung unterschätzt. Nun ist mittlerweile bekannt, dass ein
Mensch über 1 Trillion Endothelzellen besitzt, also ein
gigantisches Netzwerk und dass diese Zellen äußerst
stoffwechselaktiv sind und hauptsächlich aus Aminosäuren (vor allem
Threonin) bestehen.
Tryptophan (37-56): Spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle für unser Nervensystem
(serotoninerges System: Serotonin ist ein Neurotransmitter, der die
kleinsten Blutgefäße von Nieren und Lunge anspannt, die
Muskelspannung des Magen-Darmtraktes reguliert, die Pumpfunktion
des Herzens anregt). Es ist ein- und durchschlaffördernd. Ein
Mangel kann Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen und
Depressionen auslösen
Sportler verbrauchen während des Sportes sehr viel Trytophan. Dies
gilt auch für gestresste Menschen. Während des Schlafes kann Stress
regeneriert werden, da der Körper dabei aus Phenylalanin L-Dopa zur
Entspannung des Organismusses herstellt.
Prinzipiell gilt, dass vor dem Einsatz von essentiellen Aminosäuren
eine Laboranalyse stattfinden sollte und eine „do it
yourself”-Methode selten zum gewünschten Ergebnis führt.
Wenn wir bedenken, dass beim Fehlen der essentiellen Aminosäuren
unser Gewebeaufbau, die Zellregeneration und der Zellstoffwechsel
gestört sein können, wird spätestens dann die elementare Bedeutung
der ausreichenden Versorgung bewusst. So stimuliert z.B. Arginin
(eine semiessentielle Aminosäure) unsere Lymphozyten (spezifische
Abwehrzellen), was wiederum zu einer erhöhten Immunantwort führt
(auch einsetzbar in der begleitenden Krebstherapie).
Eine schmerzstillende Wirkung wird bei hohen Arginindosen
festgestellt. Auch kann durch Arginin die Insulinausschüttung
erhöht werden.
Die Aminosäure Cystein dagegen hat eine zellschützende Wirkung, da
sie freie Radikale neutralisieren kann.
Die aus Methionin und Lysin zusammengesetzte Aminosäure Carnithin
besitzt neben vielen anderen Wirkungen ebenfalls einen
immunmodulierenden Effekt. Zudem scheint Carnithin die Zellwand der
schädlichen Bakterien zu schwächen, so dass diese leichter von
unseren Abwehrzellen (Makrophagen) aufgenommen und zerstört werden
können. Weiterhin wird die Wand der Nervenzelle stabilisiert.
Zum Schluss wenden wir uns noch zwei interessanten Bausteinen zu:
Der Aminosäure Homocystein, die als Zwischenprodukt entsteht, wenn
aus Methionin die Aminosäure Cystein hergestellt wird. Homocystein
steht unter Verdacht die Gefäßinnenwandzellen zu schädigen, was zu
Vernarbungen und somit Gefäßzuwucherungen führen kann. Die Folge
daraus können systemische Durchblutungsstörungen sein. Die
Bestimmung des Homocysteinspiegels sollte stets Standard sein,
ebenso wie die Labor kontrollierte Regulierung.
Schließlich reden wir noch über eine Aminosäure ähnliche Substanz,
nämlich Taurin. Es stabilisiert maßgeblich die Zellmembran und
schützt somit die Leberzelle vor Toxinen. Wir finden Taurin unter
anderem in der Muttermilch.
Wenn Ratten Lebergifte verabreicht werden, dann erkranken
diejenigen am stärksten, die den geringsten Taurinspiegel im Blut
haben. Beim Erwachsenen kann eine rein vegetarische Lebensweise
vermutlich zu einem Taurinmangel führen.
Untersuchungen
Die Untersuchung auf Mangel an lebensnotwendigen Eiweißen durch zu
geringen Konsum, vermehrten Verbrauch bei körperlicher oder
mentaler Belastung oder gestörte Resorption (Aufnahme) durch
geschädigte Darmschleimhäute oder reduzierte Verdauungsleistung
erfolgt u.a. mittels Laboruntersuchungen von Blut, Stuhl und
Urinalsyen.
Untersuchungstermin vereinbaren
Copyright by HP Ralf Meyer, Rodalben
Die in diesem Artikel getroffenen Aussagen sind Teilaspekte der
Cellsymbiosistherapie® nach Dr. med. Heinrich Kremer
Bitte beachten Sie:
Alle hier vorgestellten Diagnose- und Behandlungsmethoden sind
Verfahren der naturheilkundlichen Erfahrungsmedizin, die nicht zu
den allgemein anerkannten Methoden im Sinne einer Anerkennung durch
die Schulmedizin gehören. Alle getroffenen Aussagen über
Eigenschaften und Wirkungen sowie Indikationen der vorgestellten
Verfahren beruhen auf den Erkenntnissen und Erfahrungswerten in der
jeweiligen Therapierichtung selbst, die von der herrschenden
Schulmedizin nicht geteilt werden.
